Demo gegen Studiengebühren
Donnerstag, 10.11.05, 16 Uhr, Neue Aula, Tübingen
Bildung ist keine Ware - wer um den Preis verhandelt, hat bereits verloren
Wir sind gegen Studiengebühren. Unsere Argumente sind gut, also sollten wir nicht versuchen, mit Anpassung an die Denkmuster der Gebührenbefürworter zu überzeugen. Betteleien, wie "Liebe Machthaber und Wirtschaftsbosse, bitte lasst uns alle studieren, wir sind ja schliesslich eure Zukunft und ohne genügend Akademiker habt ihr in einigen Jahren weniger Wachstum...", schaden uns im Endeffekt selbst. Denn wir sind keine Human Ressources, wir sind Menschen. Bildung ist ein Grundrecht, kein Mittel zur Steigerung der eigenen Verwertbarkeit. Daher sind wir gegen jede Form von Studiengebühren, auch wenn sie so schöne Namen wie "Studienkonten" oder "Bildungsgutscheine" tragen.
Gegen Bildungs- und Sozialabbau
Gegen das häufig genannte Argument von der Verkäuferin, die mit ihren Steuern das Studium des Arztes zahlt, kommen wir nur an, wenn wir uns als Studierende mit ArbeiternehmerInnen und Erwerbslosen solidarisieren. Wer glaubwürdig gegen Studiengebühren protestieren will und zu Recht argumentiert: "Es ist genug Geld für Bildung da", kann nicht gleichzeitig die Meinung vertreten, Sozialabbau und niedrigere Löhne seien "nötig". Gerade die Beschäftigten der Uni und der Uniklinika, die sich vor kurzem mit einem mehrtägigen Streik erfolgreich gegen die Verlängerung der Arbeitszeiten gewehrt haben, verdienen unsere Solidarität. Deshalb unterstützen wir, die ['solid]-Hochschulgruppe Tübingen, den Aufruf für einen landesweiten Streik- und Protesttag von Studierenden, SchülerInnen, Eltern und Beschäftigten am 30. November 2005 und fordern dazu auf, sich aktiv zu beteiligen.
Für Proteste mit Perspektive
Die Kritik an Studiengebühren, die soziale Ungleichheit reproduzieren, sollte unserer Meinung nach mit grundsätzlicher Gesellschaftskritik einhergehen. Wir wollen nicht nur das Bildungssystem verändern, sondern sehen auch, dass Reiche immer reicher und Arme immer zahlreicher werden. Eine Gesellschaft, die wir wollen, stellen wir uns grundsätzlich anders vor. Wir wollen nicht nur ein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei!
nächstes Treffen: Mittwoch, 23.11.05, 20 Uhr
Linkes Forum, Ammergasse 14, 72070 Tübingen
Flugblatt:
Bildung ist keine Ware - wer um den Preis verhandelt, hat bereits verloren
Wir sind gegen Studiengebühren. Unsere Argumente sind gut, also sollten wir nicht versuchen, mit Anpassung an die Denkmuster der Gebührenbefürworter zu überzeugen. Betteleien, wie "Liebe Machthaber und Wirtschaftsbosse, bitte lasst uns alle studieren, wir sind ja schliesslich eure Zukunft und ohne genügend Akademiker habt ihr in einigen Jahren weniger Wachstum...", schaden uns im Endeffekt selbst. Denn wir sind keine Human Ressources, wir sind Menschen. Bildung ist ein Grundrecht, kein Mittel zur Steigerung der eigenen Verwertbarkeit. Daher sind wir gegen jede Form von Studiengebühren, auch wenn sie so schöne Namen wie "Studienkonten" oder "Bildungsgutscheine" tragen.
Gegen Bildungs- und Sozialabbau
Gegen das häufig genannte Argument von der Verkäuferin, die mit ihren Steuern das Studium des Arztes zahlt, kommen wir nur an, wenn wir uns als Studierende mit ArbeiternehmerInnen und Erwerbslosen solidarisieren. Wer glaubwürdig gegen Studiengebühren protestieren will und zu Recht argumentiert: "Es ist genug Geld für Bildung da", kann nicht gleichzeitig die Meinung vertreten, Sozialabbau und niedrigere Löhne seien "nötig". Gerade die Beschäftigten der Uni und der Uniklinika, die sich vor kurzem mit einem mehrtägigen Streik erfolgreich gegen die Verlängerung der Arbeitszeiten gewehrt haben, verdienen unsere Solidarität. Deshalb unterstützen wir, die ['solid]-Hochschulgruppe Tübingen, den Aufruf für einen landesweiten Streik- und Protesttag von Studierenden, SchülerInnen, Eltern und Beschäftigten am 30. November 2005 und fordern dazu auf, sich aktiv zu beteiligen.
Für Proteste mit Perspektive
Die Kritik an Studiengebühren, die soziale Ungleichheit reproduzieren, sollte unserer Meinung nach mit grundsätzlicher Gesellschaftskritik einhergehen. Wir wollen nicht nur das Bildungssystem verändern, sondern sehen auch, dass Reiche immer reicher und Arme immer zahlreicher werden. Eine Gesellschaft, die wir wollen, stellen wir uns grundsätzlich anders vor. Wir wollen nicht nur ein Stück vom Kuchen, wir wollen die ganze Bäckerei!
nächstes Treffen: Mittwoch, 23.11.05, 20 Uhr
Linkes Forum, Ammergasse 14, 72070 Tübingen
Flugblatt:
frederic - 9. Nov, 22:18


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